Restaurierung archäologischen Kulturgutes

Blick in die Restaurierungswerkstatt in Wünsdorf (Foto: St. Brather, BLDAM)
Tränkwannen der Naßholzkonservierung (Foto: St. Brather, BLDAM)
Brandenburg a. d. H., Original einer emaillierten und vergoldeten Gürtelschnalle (12./13. Jh. n. Chr.) und die mit Hilfe von Röntgenbildern ausgeführte Nachbildung (Foto: St. Brather, BLDAM)

Frisch ausgegrabene archäologische Fundobjekte sind oft fragil, manchmal kaum zu erkennen und durch die Bodenlagerung in ihrem Äußeren verändert. Sie bedürfen daher einer restauratorischen Behandlung. Das Freilegen der ursprünglichen Gestalt, Ergänzung von Fehlstellen und gegebenenfalls Nachbildungen helfen, Aussagen zu Material und Form und damit zur Zeitstellung der Objekte, zur Herstellungstechnik und zu ihrem Gebrauch zu treffen. Darüber hinaus bedürfen die archäologischen Funde einer ständigen konservatorischen Betreuung, um sie wirksam vor weiterem Zerfall zu schützen. In Wünsdorf wurden auf diese Bedürfnisse speziell ausgerichtete Restaurierungswerkstätten eingerichtet, deren Schwerpunkte in der Metallrestaurierung und der Konservierung organischer Materialien wie Holz-, Leder oder Textilfunde liegen. Hier besteht auch die Möglichkeit, Vorpraktika und Praktika für das Studium der Restaurierung wahrzunehmen.

Dipl.-Rest. Stephan Brather
Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
Ortsteil Wünsdorf
Wünsdorfer Platz 4-5
15806 Zossen

Tel.: 033702 211-1830
Fax: 033702 211-1831
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