Braunkohlearchäologie

Horno 37, Landkreis-Spree-Neiße. Erste Pfostengrundriss eines bronzezeitlichen Hauses am Vorschnittbagger des Tagebaus Jänschwalde. (Foto: H. Rösler, BLDAM)
Briesnig, Lkr. Spree-Neiße. Gefäße aus Gräbern der Schnurkeramik (2. Hälfte 3. Jt. v. Chr.), die im Zuge der archäologischen Untersuchungen im Braunkohletagebau entdeckt wurden (Foto: E. Bönisch, BLDAM)

Horno 37, Landkreis-Spree-Neiße. Erste Pfostengrundriss eines bronzezeitlichen Hauses am Vorschnittbagger des Tagebaus Jänschwalde. (Foto: H. Rösler, BLDAM) Briesnig, Lkr. Spree-Neiße. Gefäße aus Gräbern der Schnurkeramik (2. Hälfte 3. Jt. v. Chr.), die im Zuge der archäologischen Untersuchungen im Braunkohletagebau entdeckt wurden (Foto: E. Bönisch, BLDAM)

Die Braunkohlentagebaue Cottbus-Nord, Jänschwalde und Welzow-Süd in der Niederlausitz nehmen jährlich etwa 3 qkm Fläche in Anspruch. Einschließlich der Ortskerne und Umsiedlungsstandorte sowie Böschungsstreifen und Leitungstrassen im Sanierungsbergbau werden Jahr für Jahr mehr als 50 Ausgrabungen erforderlich.

Interessante Schwerpunktuntersuchungen sind die spätpaläolithische und neolithische Besiedlung entlang des Flüsschens Malxe, das germanische Eisenverhüttungszentrum Wolkenberg oder die Dorfkernuntersuchungen Kausche und Horno. Die enge Verknüpfung archäologischer und geoökologischer Untersuchungen zur Kulturlandschaftsgenese ergab bisher faszinierende Fakten über frühe Umweltkatastrophen, beispielsweise Ãœberdünung und Erosion während der germanischen Besiedlung im 3./4. Jh. n. Chr.

Dr. Eberhard Bönisch

Dipl.-Prähist. Horst Rösler

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum Außenstelle Braunkohlenarchäologie

Altnauer Straße 5, 03205 Calau

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