Entwicklungsszenarien für das Hangar-Ensemble Cottbus

11.09.2022 | 10-13 Uhr | ehem. Flugplatz Cottbus-Nord, Hangar 1

Flugzeughalle des ehem. Fliegerhorsts Cottbus, 1934. (c) Werner Lorenz

Ergebnispräsentation des 16. DNK-Studierendenworkshops zum
Tag des offenen Denkmals®

Vom 04.–10. September erforschen 20 Studierende aus ganz Deutschland das Areal des ehemaligen Flugplatzes Cottbus-Nord. Das Gelände wurde seit 1910 für die private Luftfahrt genutzt und war seit 1933 Militärflugplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Flugplatz bis 2003 als Militärflugplatz in Betrieb. Das Denkmalensemble hat einen hohen militär- und bauhistorischen, wissenschaftlichen, städtebaulichen und architektonischen Wert. Von besonderer Bedeutung sind die fünf — von ehemals sieben – 1932/33 errichteten Hangars. Sie stellen ein einmaliges Ensemble verschiedener Hallenbauweisen der frühen 1930er Jahre dar. Am Tag des offenen Denkmals® öffnen wir für alle Interessierten Hangar 1.

Unter dem diesjährigen Motto des Tages des offenen Denkmals® — „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ — präsentieren die Studierenden am 11. September 2022, wie sich an der Bausubstanz mit Hilfe historischer Forschungen und naturwissenschaftlicher Untersuchungen Bau- und Nutzungsspuren nachweisen lassen und warum dieses Denkmal ein besonderer Tatort historischer Ereignisse ist.

Programm
10:00 Uhr
Grußworte zur Eröffnung des Tages des offenen Denkmals® in Cottbus durch Brigitte Faber-Schmidt (Abteilungsleiterin für Kultur, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg), Marietta Tzschoppe (Bürgermeisterin von Cottbus), Prof. Dr. Gesine Grande (Präsidentin der BTU) und Dr. Ulrike Wendland (Geschäftsführerin DNK)

10:30 — 13:00 Uhr Ausstellung und Führungen durch Hangar 1 // Dialog mit den Studierenden

Ort
Ehemaliger Flugplatz Cottbus-Nord, Hangar 1,
Levinestraße, 03044 Cottbus

Anmeldung
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Um Anmeldung bis zum 09.09.2022 (über die Seite des DNK) wird gebeten.

 

Zum DNK-Studierendenworkshop
Für den Studierendenworkshop des DNK kommen jährlich 20 Studierende aus ganz Deutschland zusammen, um an einem Denkmal die Aufgaben der Denkmalpflege im Reallabor zu erproben. In interdisziplinären Teams erforschen sie die Bausubstanz, erarbeiten die Denkmalwerte und entwerfen Nutzungskonzepte für die von Leerstand betroffenen Objekte. Begleitet werden sie in diesem Jahr von Professoren der BTU und der FH Potsdam, von Fachleuten aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum (BLDAM) sowie der Stadt Cottbus/Chóśebuz.

Zu den Aufgaben des BLDAM als Denkmalfachbehörde gehört auch die Vermittlung des Denkmalverständnisses. Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg unterstützt die Studierenden mit Grundlagenwissen über die Denkmalpflege, ihre strukturellen Voraussetzungen und häufige Fragestellungen in der Praxis. In das Gebiet der Technik- und Industriedenkmalpflege führt BLDAM-Fachreferentin Louise Warnow ein, die anhand von Objektbeispielen die verschiedenen Kategorien der Industrie- und Technikdenkmale und deren spezifischen Denkmalwerte aufzeigt. Auch Herausforderungen im Umgang mit diesen, oft „sperrigen“ Objekten werden besprochen.

 

Weiterführende Informationen
Das Denkmal: der Flugplatz Cottbus Nord
Flyer zum Studierendenworkshop

Konzept, Kooperationspartner und Fachleute des DNK-Studierendenworkshops 2022