Im und am Kreis

Bestattungen und Siedlungsreste bei Pinnow, Lkr. Uckermark

Dokumentation des Kreisgrabens in Pinnow Abbildung: A. Köllner, BLDAM

Kreisgraben und Siedlung

Schon vor Abschluss der Ausgrabung eines 500 m langen und 30 m breiten Ferngastrassenabschnitts bei Pinnow (Uckermark) gab es auffällige Befunde:

Neben zahlreichen Siedlungsgruben wurden drei Brandbestattungen und eine Kreisgrabenanlage aufgedeckt. Der Kreisgraben von knapp

13 m Durchmesser lag zentral auf einer Kuppe in der Nähe eines Toteislochs inmitten der Grundmoränenlandschaft. Er war ca. 50 cm breit nur noch etwa 40 cm tief. Im Südwestteil des Kreises hat man eine Brandbestattung deponiert, zu deren Resten bronzene Spiralröhrchen und mehrere Gefäßteile gehören. Schräg gegenüber, ebenfalls im Kreis, fand sich eine Grube mit Keramikscherben, Tierknochen und gebranntem Lehm. Zwei weitere, stark gestörte Brandbestattungen kamen nur wenige Meter entfernt vom Kreisgraben zum Vorschein. Unter den siedlungstypischen Herdstellen, Brand- und Pfostengruben fiel ein ca. 6 Quadratmeter großer und über 1,5 m tiefer Befund auf, der aus einem verschachtelten Komplex verschiedener Eintiefungen mit einer dichten Schichtabfolge bestand.

Die Funde legen derzeit eine Datierung des Platzes in die späte Bronze- und die vorrömische Eisenzeit nahe.

A. Köllner