WORKSHOP zur Erfassung und Bewertung von vorindustriellen Meilerstandorten

19.02.2019 | 09:30 - 16:30 | BTU Cottbus-Senftenberg, Zentralcampus, Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG), Hörsaal A

Während archäologische Funde mehr oder weniger große öffentliche  Aufmerksamkeit erfahren, geht der Verlust wertvoller Kulturlandschaften in der Regel schleichend und oft unbemerkt vonstatten. Besonders die
unauffälligen Hinterlassenschaften des historischen und prähistorischen Ackerbaus wie etwa Wölbäcker oder Ackerterrassen werden durch intensive  Bodenbearbeitung zerstört.

Allerdings gibt es auch Relikte einer intensiven Forstnutzung, die bisher  kaum beachtet wurden: Besonders im Umfeld historischer Hüttenstandorte wurde im Mittelalter und bis zum Beginn der Industrialisierung Holz in großer Menge für die Köhlerei verbraucht. Die Holzkohle wurde in Meilern hergestellt, deren Reste vor allem aus Montangebieten bekannt sind. Im norddeutschen Tiefland sind sie bisher kaum beachtet worden. Als Produkt einer vorzeitigen Gesellschaft sind diese Hinterlassenschaften von  Holzkohlemeilern (HKM) auch als Kulturgut und somit Bodendenkmäler einzuordnen, so dass sich in der Praxis die Frage nach dem Umgang mit
diesen Kulturlandschaftsrelikten stellt.

Programm

Anmeldungen werden erbeten bis zum 25.1.19.
per E-Mail an raabalex@b-tu.de oder
per Fax an 0355 69-3346

Veranstalter:

BTU Cottbus-Senftenberg
Geopedologie und Landschaftsentwicklung,
Prof. Dr. T. Raab

Brandenburgisches Landesamt für
Denkmalpflege und archäologisches
Landesmuseum (BLDAM), Prof. Dr. F. Schopper

Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB)
Oberförsterei Cottbus