Neu erschienen: Arbeitsheft Nr. 71 – Schloss Pfaueninsel zwischen Rekonstruktion und Konservierung

02.04.2026

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Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Prof. Dr. Thomas Drachenberg (Hrsg.), Arbeitsheft Nr. 71

Lukas Verlag Berlin, 2026

Schloss Pfaueninsel zwischen Rekonstruktion und Konservierung – 18. Konservierungswissenschaftliches Kolloquium Berlin/Brandenburg

Mit dem Sommerschlösschen auf der Pfaueninsel stand eines der bedeutendsten unter UNESCO-Weltkulturerbe stehenden Häuser der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg im Mittelpunkt des diesjährigen Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums Berlin/Brandenburg. Es wurde 1794-1795 von Hofzimmermeister Johann Gottlieb Brendel für den preußischen König Friedrich Wilhelm II. als Fachwerkbau mit frühklassizistischer Innenausstattung errichtet. Während die äußere Holzverschalung wiederholt instandgesetzt und erneuert werden musste, blieb im Inneren die kunstvoll gestaltete mobile und wandfeste Ausstattung der Erbauungszeit erhalten. Im Herbst 2017 begannen die Planung, die Gesamtsanierung und die Restaurierung des Schlosses. Die äußere Holzverschalung musste vollständig rekonstruiert werden. Die Innenräume einschließlich ihrer Textil- und Papiertapeten, Boiserien, Tafelparkette, Wand- und Deckenmalereien wurden aufwendig konserviert. Die damit verbundenen Fragen, Aufgaben und Ergebnisse wurden im Rahmen des Kolloquiums (am 27./28. März 2026 an der FH Potsdam und im Schloss Pfaueninsel) präsentiert, und im zugehörigen Tagungsband, erschienen in der Reihe Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums, einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt. Das Themenspektrum umfasst neue Erkenntnisse zur kunsthistorischen Einordnung und Bauforschung ebenso wie innovative Ansätze zur Maßnahmenplanung und zur Rekonstruktion der Gebäudehülle. Darüber hinaus werden vielfältige Analyse- und Restaurierungsmethoden an der Innenausstattung behandelt, die teils überraschende Ergebnisse der Instandsetzung hervorbringen. Ergänzt wird dies durch aktuelle Forschungsergebnisse aus der Kunstgeschichte, Restaurierung und den Naturwissenschaften.

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