Brandenburgischer Denkmalpflegepreis 2022

Verleihung des Denkmalpflegepreises 2019 im Archäologischen Landesmuseum, Paulikoloster, Brandenburg. (c) Küchle, BLDAM

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Kulturministerin Schüle: „Privates Engagement ist beim Denkmalschutz unverzichtbar.“

Los geht’s: Kulturministerin Manja Schüle gibt den Startschuss für die Ausschreibung des Brandenburg-
ischen Denkmalpflegepreises 2022: „Ob Bauernhaus oder Brauerei, ob Dorfkirche oder Dampfmaschine, ob Geburtshaus oder Grabstätte – Brandenburger Denkmale sind so vielfältig wie unser Land. Das Vergangene für die Zukunft bewahren – das ist Aufgabe des Denkmalschutzes, der so viele Menschen mobilisiert wie keine andere Bürgerbewegung in unserem Land. Um dieses herausragende Engagement von Einzelpersonen, Förderkreisen, Vereinen und Initiativen besser zu würdigen, loben wir seit 1992 den Denkmalpflegepreis aus. Und wir setzen unsere Denkmalhilfe zur Sicherung und Sanierung von bedrohten Gebäuden auch in diesem Jahr fort – mit 1,87 Millionen Euro. Denn: Denkmalschutz schafft Gemeinschaft und steht für Nachhaltigkeit und regionale Identität.“

Vorschläge für den Preis können bis zum 15. Mai 2022 unter dem Stichwort ‚Denkmalpflegepreis 2022‘ beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Referat 33, Dortustraße 36,
14467 Potsdam, oder per E-Mail bei ilona.danneberg@mwfk.brandenburg.de eingereicht werden.

Weitere Informationen zu den Bewerbungs-
modalitäten finden Sie auf der Seite des MWFK.  

Das Kulturministerium vergibt den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis in Höhe von insgesamt bis zu 18.000 Euro an Bürgerinnen und Bürger, bürgerschaftliche Initiativen oder juristische Personen des privaten Rechts für vorbildliche Leistungen zur Rettung und Erhaltung von Bau- und Gartendenkmalen, technischen Denkmalen sowie archäologischen Denkmalen und richtungsweisende Beispiele denkmalverträglicher Umnutzungen von Denkmalen. Es können weiterhin bis zu drei Anerkennungen ausgesprochen werden für die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit und langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Denkmalpflege. Eine Jury schlägt der Kulturministerin die Preisträger*innen vor. Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer Festveranstaltung am 08. September 2022.

Im vergangenen Jahr wurden drei Denkmalpflegepreise, drei Anerkennungspreise sowie ein undotierter Sonderpreis für besondere Leistungen in der Denkmalpflege vergeben. Sie gingen an:

  • Manuela Busch und Frank Wiemeyer für die Sicherung und denkmalgerechte Instandsetzung des Industriedenkmals Getreidespeicher mit Lade- und Stichgleis in Gramzow (Uckermark / Preisgeld: 5.500 Euro),
  • Christine Becker-Koob und Ronald Koob für die denkmalgerechte und überzeugende Instandsetzung sowie die neue Nutzung der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in Wittenberge (Prignitz / Preisgeld: 4.000 Euro),
  • den Verein Alexanderhaus e.V. für die denkmalgerechte Wiederherstellung des Alexanderhauses in Potsdam-Groß Glienicke (Preisgeld: 4.000 Euro),
  • Lena und Björn Buntrock sowie den ausführendenArchitekten Peter Köster für die überzeugende Sanierung des Einzeldenkmals Mittelstraße 5 in Liebenwalde (Oberhavel / Anerkennungspreis: 1.500 Euro),
  • Frank Weser für die Sanierung des einstigen Bahnhofempfangsgebäudes Ortrand (Oberspreewald-Lausitz / Anerkennungspreis: 1.500 Euro),
  • den Förderverein Kirche in Pinnow e.V. für die denkmalgerechte Sanierung der Backsteinkirche in Pinnow (Oberhavel / Anerkennungspreis: 1.500 Euro) sowie
  • die Stadt Finsterwalde für die hervorragende Sanierung des Schlosses Finsterwalde (Elbe-Elster / undotierter Sonderpreis).

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