Von Denkmalträumen und -dialogen: Der Denkmalreport 2025/2026 ist erschienen

20.04.2026

„Wir sind leidenschaftlich dabei zu beraten, Lösungen anzubieten, zu inspirieren und zu kommunizieren.” Mit diesen Worten stellte die Bau- und Kunstdenkmalpflege des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums den jährlich erscheinenden Denkmalreport beim heutigen Jahrespressegespräch in Potsdam vor. In den Räumen der Landespressekonferenz im Brandenburger Landtag berichteten Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg sowie Dr. Thomas Steigenberger, Dezernatsleiter der Inventarisation und Dokumentation, und Dipl.-Ing. Haiko Türk, Dezernatsleiter der Praktischen Denkmalpflege, aus der brandenburgischen Denkmallandschaft 2025.

Denkmalträume

Der Landeskonservator beschrieb die Situation der Denkmalpflege und ihre Träume: „Wir sammeln Know-how in nachhaltigen Lösungen und können diese weitergeben… An wen weitergeben? An die 98% nicht denkmalgeschützten Altbauten. Wir sind mit unseren 2% denkmalgeschützter Bausubstanz offensichtlich eine Nische, aber haben ganz viel Erfahrung im Reparieren und Erhalten! Wenn wir in dieser sogenannten Nische etwas mehr Zeit hätten… zum Träumen… und dann aufwachen… und dann nicht mehr zuerst gefragt wird, was ich abreißen kann, sondern wir vorher prüfen, wie man mit den Bestandsbauten vernünftig umgehen kann, dann hätten wir einen wirklichen Wandel in unserer Gesellschaft. Nutzen wir doch die Kernkompetenzen der Reparatur und des Weiterbauens im Dialog!”

Dialoge

„Dialog war im letzten Jahr wichtig, um nach dem Erkennen des Denkmalwertes beim Kraftwerk Jänschwalde, der Brikettfabrik Schwarze Pumpe und beim jetzt in Lichterfeld stehenden und zur F60 gehörenden Eimerkettenbagger eine tragfähige Arbeitsgrundlage zur Bewahrung und Weiterentwicklung der für die Lausitz so wichtigen Großdenkmale zu haben. Der Landkreis Spree-Neiße, die LEAG und wir vom Landesamt für Denkmalpflege arbeiten jetzt vertrauensvoll bei der Entwicklung der Lausitz zusammen. Ein weiterer Aufreger war die Eintragung des Informations-, Kommunikations- und Medienzentrums (IKMZ) der BTU Cottbus-Senftenberg. Es handelt sich mit seinem Fertigstellungsjahr 2005 um das jüngste Denkmal auf der brandenburgischen Landesdenkmalliste. Auch hier haben wir durch Kommunikation und Transparenz mit unseren Partnern in der BTU und der Stadt Cottbus eine gute Arbeitsgrundlage geschaffen”, erklärte der Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg.

Weitere Informationen können Sie dem aktuellen Denkmalreport entnehmen.

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