Ausstellung „Ausgeschlossen“ im Archäologischen Landesmuseum

Sonderausstellung
Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
8. Mai bis 3. Oktober 2021

Die Ausstellung nähert sich dem Thema „Nationalsozialistische Zwangslager” anhand von archäologischen Funden. Objekte von 20 Lagerstandorten in Berlin und Brandenburg zeugen vom Leben und Überleben in den nationalsozialistischen Zwangslagern, von der rassistischen Ideologie und der Verstrickung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft in die NS-Verbrechen.

Zu den Funden gehören Relikte der Unterdrückung und des Terrors wie Stacheldraht und Patronenhülsen, aber auch Alltagsgegenstände wie Teller und Tassen. Firmenausweise und Produktionsteile belegen die Zwangsarbeit, die geleistet werden musste. Selbstgefertigte und namentlich gekennzeichnete Objekte erzählen vom Versuch, sich angesichts der schwierigen Bedingungen in den Lagern selbst zu behaupten. Auch der Umgang mit den Lagern nach 1945 wird thematisiert. Ergebnisse zweier Jugendbegegnungen zeigen, wie zeithistorische Archäologie Geschichte begreifbar macht und in die Bildungsarbeit integriert werden kann.

Die Ausstellung wurde vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum (BLDAM) in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin, der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Universität Wien erarbeitet.

Da eine öffentliche Vernissage zur Zeit nicht möglich ist, wird ein Eröffnungsvortrag auf den Youtube-Kanälen des Archäologischen Landesmuseums Brandenburg  und des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege eingestellt. Er ist ab dem 8. Mai öffentlich und kostenlos verfügbar.

Es referieren:

1  Frau Dr. Juliane Haubold-Stolle, Kuratorin Stiftung Berliner Mauer
2  Frau Lena Sommerfeld, wissenschaftliche Volontärin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
3  Herr Dr. Thomas Kersting M.A., Dezernatsleiter Archäologische Denkmalpflege, BLDAM

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website des Archäologischen Landesmuseums.

360° Rundgang durch die Ausstellung
Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit, Berlin