Neue Podcastfolge: Das geheime Einhorn von Brandenburg
10.07.2026

Ausschnitt aus dem Brandenburger Einhornteppich. Foto: Anne-Marie Graatz, BLDAM
Ein Einhorn mitten in Brandenburg – und kaum jemand kannte es. Seit Jahrhunderten hängt in der St. Gotthardtkirche in Brandenburg an der Havel ein außergewöhnlicher Einhornteppich, der bis heute Fragen aufwirft. Woher stammt er? Was erzählt seine Darstellung? Und warum gilt er als europaweit einzigartig? Die aktuelle Folge der DENKMALZEIT geht dem Geheimnis dieses mittelalterlichen Einhorns auf den Grund.
Die Folge begleitet die feierliche Rückkehr des Kunstwerks in die Kirche und lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen: Besucherinnen und Besucher, Wissenschaftler:innen sowie die „Brandenburger Bücherkinder“, die sich kreativ mit dem Einhornteppich auseinandergesetzt haben. Ihr Mentor Armin Schubert spricht über kulturelle Bildung und darüber, wie historische Kunstwerke junge Menschen dazu anregen können, sich mit Geschichte, Sprache und Kultur auseinanderzusetzen. Die Restauratorin des BLDAM, Dörte Busch, erklärt, warum die Herstellung einer solchen Tapisserie einst zu den kostspieligsten Kunstformen zählte und weshalb der Einhornteppich heute als europaweit einzigartig gilt.
Einen besonderen Einblick geben die Restaurator:innen, die den Teppich begleitet haben. Textilrestauratorin Julia Zitzmann berichtet von der sorgfältigen Konservierung der jahrhundertealten Tapisserie. Restaurator und Vitrinenplaner Matthias Farke erklärt die eigens entwickelte Vitrine, die mithilfe einer nachhaltigen Klimatisierung ohne Strom für konstante Temperatur- und Feuchtigkeitswerte sorgt. Zum Abschluss spricht Pfarrer Philipp Mosch über die Rückkehr des Einhornteppichs in die St. Gotthardtkirche und seine Bedeutung für die Gemeinde.
Die Gespräche führte Anne-Marie Graatz.
Sie können die neue Folge der DENKMALZEIT auf gängigen Podcastplattformen wie Spotify, iTunes, YouTube und Podcast.de hören.
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