Verband der Landesarchäologien warnt vor Schwächung der Bodendenkmalpflege

02.07.2026

Im Rahmen seiner Jahrestagung Anfang Mai 2026 in Wörlitz hat der Verband der Landesarchäologien in der Bundesrepublik Deutschland auf die zunehmend prekäre Situation der staatlichen Bodendenkmalpflege aufmerksam gemacht. Bundesweit geraten bewährte Strukturen durch Sparmaßnahmen, Bürokratieabbau und organisatorische Umstrukturierungen unter Druck. Besonders kritisch sieht der Verband Bestrebungen, die enge Verbindung zwischen Landesarchäologien und archäologischen Landesmuseen aufzulösen. Dabei ist das öffentliche Interesse an Archäologie ungebrochen: Rund 88 Prozent der Bevölkerung halten sie für wichtig oder sehr wichtig. Archäologische Denkmale und Museen leisten nicht nur einen bedeutenden Beitrag zur kulturellen Identität, sondern sind auch wichtige Faktoren für Tourismus, Wissenschaft und Wirtschaft.

Der Verband betont, dass die staatliche Bodendenkmalpflege weit über den Schutz archäologischer Funde hinausgeht. Sie schafft die Grundlage für Forschung, sichert Kulturgut für kommende Generationen und trägt bei Bauvorhaben zur Planungssicherheit bei. Der Verband appelliert daher an die politischen Entscheidungsträger*innen, den gesellschaftlichen Wert der Archäologie anzuerkennen und die bestehenden Strukturen nachhaltig zu stärken, anstatt sie durch kurzfristige Sparmaßnahmen zu gefährden.

Ziel des Verbandes ist es insbesondere, den Informationsaustausch der archäologischen Fachbehörden der deutschen Bundesländer untereinander zu ermöglichen sowie eine Plattform für die Diskussion aktueller Fragen und Problemstellungen der archäologischen Denkmalpflege zu bieten.

Verband der Landesarchäologien in der Bundesrepublik Deutschland e. V.

Statement des VLA zur Lage der Bodendenkmalpflege in Deutschland