Gemeinsam für die Zukunft des „Blauen Wunders“: Neue Hoffnung für den Schaufelradbagger
27.10.2026

Neue Hoffnung für die Zukunft des Schaufelradbaggers, bekannt als „Blaues Wunder“, nahe dem Lausitzring auf der Kippe Hörlitz. Die drei Bürgermeister der Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau haben sich mit den Denkmalbehörden auf einen gemeinsamen Kurs verständigt. Der Bagger als Symbol der industriellen Vergangenheit der Lausitz soll gesichert und erhalten werden. Eine Verschrottung ist damit erst einmal vom Tisch.
Die Landmarke ist eine imposante Visitenkarte der Region und erinnert an die Bergbau-Tradition der Lausitz. Der Schaufelradbagger SRs 1500 ist eines der größten selbstfahrenden Arbeitsgeräte der Welt und gilt als Meisterleistung der Ingenieurbaukunst. Als erstes Gerät dieser Bauart aus Lauchhammer steht er zudem für die über 200-jährige Maschinenbautradition der Region. Wie kann es mit dem Technikdenkmal in Zukunft weitergehen?
Thomas Nützsche, der neue Bürgermeister der Gemeinde Schipkau, hat die Bagger-Zukunft zur Priorität gemacht. Er setzt sich dafür ein, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam praktikable und umsetzbare Lösungen zu erarbeiten. Die drei Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau haben sich nunmehr zusammen mit den Denkmalbehörden auf einen gemeinsamen Kurs verständigt. Das 4000 Tonnen schwere Stahlskelett soll in einem ersten Schritt gesichert und erhalten werden. Parallel wird an einer langfristigen Lösung gearbeitet. Grundlage für den Neustart ist das neue Gutachten eines Berliner Sachverständigenbüros. Daraus ergibt sich, dass sich das Großgerät mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichern und erhalten lässt. Gleichzeitig bieten die aktuellen Entwicklungen im Lausitzer Seenland die Chance, das Bergbaurelikt mit neuen touristischen Ideen zu verknüpfen.
Die Diskussionen um den 1964 erbauten Bagger dauern schon Jahre an. Durch Verfall und Vandalismus stand zwischenzeitlich sogar eine Verschrottung seitens der Eigentümerkommunen im Raum. Nun soll jedoch gemeinsam an einer nachhaltigen Zukunft gearbeitet werden.
Das Gutachten schafft dafür eine sachliche Basis. „Zu den ersten Schritten gehört es, lose Teile zu sichern “, erklärt Schipkaus Bürgermeister Thomas Nützsche. Zudem werde geprüft, wie eine sichere Zufahrt geschaffen werden kann. Der derzeitige Weg führt über Sperrgebiet der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV). Aktuell können sich jedoch Teile lösen und herabfallen. „Daher bitten wir alle Besucher eindringlich darum, die Zaunanlage zu beachten und das Gelände keinesfalls zu betreten“, erklärt Schipkaus Bürgermeister.
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